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Vom 3. - 14. Sept 2014 war ich mit 7 weiteren KünstlerInnen
als Stipendiatin zum X. Internationalen Pleinair
im Atelier Otto Niemeyer-Holstein auf Usedom.

Die weiteren TeilnehmerInnen waren:
Stefan auf der Maur, Basel
Anett Frontzek, Dortmund
Julia Gutkina, St. Petersburg
Anastasiya Nesterova, Sevastopol
Bettina Hünicke, Potsdam
Dirk Richter, Leibzig
Regula Wepfer, Hombrechtikon

Es waren wunderbare, intensive, eindrückliche und schaffensreiche Tage!

Lüttenort, das der Öffentlichkeit zugängliche Atelier und Wohnhaus des Malers Otto Niemeyer-Holstein (1896 - 1984) samt Skulpturengarten ist unbedingt einen Besuch wert! Der Anfang des ganzen Ensembles war ein ausrangierter Berliner S-Bahn-Waggon, den Niemeyer-Holstein 1933 nach Usedom schaffte und nach und nach mit Anbauten ergänzte.
In der 2004 angegliederten modernen kleinen Galerie finden ganzjährig wechselnde Ausstellungen statt.
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Otto Niemeyer-Holstein war eine beeindruckende, eigenwillige Künstlerpersönlichkeit. Er malte, was er sah, vor der Natur, voller Atmosphäre, ausdrucksstark. Sein Haus war offen für zahlreiche andere KünstlerInnen, mit denen er sich zeitlebens intensiv austauschte. Sein Leben und Gedanken zu seiner Arbeit wurden von Achim Roscher in den Büchern “Lüttenort - Geschichten aus dem Leben Otto Niemeyer-Holsteins” und “Otto Niemeyer-Holstein - Lebensbild mit Landschaft und Figuren”, beide erschienen im Aufbau-Verlag, eindrücklich und spannend aufgezeichnet.

Bei überwiegend schönem Wetter konnten wir den ganzen Tag draußen malen und skizzieren. Bei einer überwältigenden Vielzahl der unterschiedlichsten Motive war es anfangs schwer für mich, mich zu entscheiden. Fieberhaftes Arbeiten folgte, angespornt jeden Tag neu durch das Glücksgefühl, dort in diesem Rahmen sein zu dürfen.
Beim Pleinair Malen ist man mitten drin im Geschehen. Man spürt die Atmosphäre, die einen selbst und den gemalten Gegenstand umgibt, hautnah, und man kann mit PassantInnen ins Gespräch kommen (was sowohl nervend als auch bereichernd sein kann). Als ich am 2. Tag meines Aufenthaltes das Seenotrettungshäuschen malte, sprachen mich mehrere StrandbesucherInnen an: “Ja, das ist doch eine Schande, dass sie das so haben vergammeln lassen, dabei war das mal so schön!” und dann erzählten sie von früher hier am Strand, von DDR-Zeiten und aus ihrem Leben. Ich fand das spannend. Das gab auch den Anstoß, in meinem Themengebiet, den Gegenständen in der Natur, zu bleiben. Obschon mich die Natur selbst als Thema auch immer wieder sehr reizt und ich immer wieder denke, dass ich mich irgendwann auch wieder ihr stärker zuwenden möchte. Ich hielt sie hier nur in einigen Skizzen fest.
Der Austausch mit den anderen StipendiatInnen war anregend und bereichernd. Am Abend des 13. Sept. wurden die Ergebnisse unserer Arbeit im Rahmen eines Atelierfestes in der zugehörigen Galerie präsentiert.
Presse: hier

Wir besuchten auch die auf Usedom ansässige Künstlerin Sabine Curio, auch sie verkehrte zu Lebzeiten des Künstlers im Haus Niemeyer-Holsteins, und ihre Malerei, Stillleben, Interieurs, Gartenbilder, lichtdurchflutet und leicht anmutend, beeindruckt mich sehr.
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Foto: B. Witter

Mit dem Malkoffer unterwegs

Eindrücke von der Abschlussausstellung

Auf Usedom entstandene Bilder finden Sie unter “Reisebilder”

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