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  • Aus der Ansprache von Frau Dr. Anne Schaich zur Eröffnung und Preisverleihung:

 

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    Was für Träume gilt, gilt auch für die Kunst: Sie kann (und darf!) zum Glück alles, außer uns zu langweilen. Und langweilen, das tut eine Künstlerin am wenigsten, wenn sie die Realität abbildet. Die Realität? Weil sie gegenständlich zeichnet und malt, Wirklichkeiten zeigt, ist das noch nicht die Wirklichkeit. Im Gegenteil, sie zeigt erst, was in dem steckt, was wir täglich sehen, ohne es zu beachten.

  • Die Rede ist von Ava Smitmans. Ich darf bekanntgeben, dass sie den Jurypreis der Regionale Donaueschingen 2017 erhält.

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  • Alle Jurymitglieder haben ihr ihre Stimme gegeben (nicht nur die erforderliche Mehrheit)!

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  • Hintereingänge, Reklameschilder, kahle Brandmauern, abenteuerlich verlegte Stromleitungen haben durchaus malerische Aspekte. Aber es ist nicht nur das, was Smitmans helle, bunte Malerei ausmacht. Die Frau hat eine Mission: Orte festhalten, bevor sie verschwinden. Facetten der Stadt zeigen, die sonst übersehen werden.

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  • Auch Smitmans Kunst offenbart viele Bezüge in der Kunstgeschichte – Perspektiven und Farben erinnern zuweilen an die Brücke-Künstler; Innenräume an Hopper und Hammershoj; ältere Stilleben in ihrer nahezu altmeisterlichen Manier an die niederländische Malerei oder auch die Neue Sachlichkeit. Aber all diese großen Linien zeigen nur: Der Gegenstand ist noch lange nicht verschwunden. Darstellende Malerei und Zeichnung, aber auch Fotografie verleiten uns zu einem neuen Blick auf Altbekanntes – und lassen uns wunderbare Dinge entdecken.

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  • Damit bereichert Ava Smitmans die Kunst aus der Geschichte in die Zukunft hinein – und diese Regionale um eine großartige Preisträgerin.”
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