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Hängt an meinen Bildern ein Fluch, dass so viele Motive, die ich male, später abgerissen werden? Es ist schon auffällig. Wahrscheinlich liegt es einfach an meiner Vorliebe für bestimmte Motive, das sich nicht mit den Schönheitsideal von HH’s Stadtplanern deckt. Bei einem kürzlichen Besuch in meiner alten Heimat HH- St. Georg musste ich feststellen, dass wieder eine Häuserzeile zum Untergang verurteilt worden ist. Es hat mich sehr traurig gemacht. 2006 habe ich diesen so lebendigen Ort am Steindamm gemalt. Nun wartet er, verödet, mit offenstehenden Fenstern dem Regen preisgegeben, auf die Abrissbirne. Ich habe die Orte, die ich zwischen 2005 und 2008 gemalt habe, erneut aufgesucht und fotographiert. Es war erschreckend, fast alle gibt es so nicht mehr. Hamburg, die sich ständig wandelnde Stadt. Hamburg, die Stadt, die ich eigentlich sehr liebe, muss unbedingt immer wieder seine Altbauten loswerden (über die andere Städte sich freuen und sie erhalten) und durch klotzige Bürobauten ersetzen, die niemand braucht.

hier zur “Häuserzeile Afghan-Pamir”, von mir gemalt 2006   mittlerweile abgerissen...

Es geht auch anders:

Das Gängeviertel vor und nach der Besetzung:

Hier ein Vorher-Nachher, das sich sehen lassen kann.
Das Bild links habe ich 2008 gemalt. Das Viertel sah damals aus, wie dem Abbruch geweiht. Von wegen...
Das Foto rechts habe ich im Dez. 2012 gemacht.
Hut ab vor den Künstlerinnen , Künstlern und streitbaren Menschen, die dieses Kleinod inmitten einer gläsern-glatten Hochhauslandschaft erkämpft, erhalten und neu belebt haben! Ohne sie wäre Hamburg um einen Teil seiner Geschichte und um einen wunderbar inspirierenden Ort ärmer.
Ein Besuch lohnt sich unbedingt! Es gibt mehrere Galerien und viel zu entdecken beim Gang zwischen den Häusern, ohne Ende Kreativität!

Mehr zum Gängeviertel: hier

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